Donnerstag, 23. Februar 2006

Eine Ode an das Wechselgeld

In Mexiko scheint chronischer Mangel an Münzen zu herrschen. Ohne Schmarrn. Das Mädel im Internet-Cafe schreit, "hijole"!, wenn ich mit einem 100-Pesos-Schein (8 Euro) zahlen will. Die Alte im Lebensmittel-Laden weigert sich, einen 200-Pesos-Schein anzunehmen. Die Frau im Copy-Shop sagt, ich soll morgen wieder kommen, wenn ich mit einem 50er zahlen will. Der Taxi-Fahrer rumpelt auf die Straße und hält Autos an, weil er keinen 100er wechseln kann. Die Dame der Wäscherei geht rüber zum Schreibwarenladen, wenn ich mit einem 100er zahle. Nicht ohne vorheriges Klagen und Schreien, versteht sich. Mann. 500-Pesos-Scheine (42 Euro) sind auf der Straße praktisch wertlos, weil sie keiner annimmt – zu krass hoher Wert. Die einzige Möglichkeit, diesen Schein loszuwerden, ist bei SuperCompras einzukaufen. Dann schicken sie eines der Hippi-Aushilfsmädele los zum Wechseln. Ich stehe an der Kasse und trommle mit den Fingern auf das Laufband, während das Hippi-Aushilfsmädele auf einen kleinen Schwatz mit jedem Kerl, dem sie begegnet, anhält, bevor sie irgendwann nach 10 Minuten mit dem Wechselgeld wieder kommt. Komisch ist das.

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