Samstag, 22. April 2006

Noch 5 Tage in Mexiko --- und ich wuenschte, ich wuerde mich hier auf der Insel langsam mal langweilen ...

... aber von Langeweile immer noch keine Spur. Die Tage beginnen wunderbar und malerisch: das Meeresrauschen weckt mich , mein erster Blick geht auf das tiefblaue Wasser, beim Aufstehen beobachte ich ein bisschen den Hund mit den lustigen abstehenden Ohren, wie er ins Meer wankt und baden geht. Dann nehme ich unter Palmen mein reichhaltiges Fruehstueck ein (2 Scheiben hartes, kaltes Toastbrot mit Butter und Marmelade) und unterhalte mich ein bisschen mit den Leuten, die schon aufgestanden sind ... koennte ich schon noch laenger machen, hier. Das Leben ist so einfach auf dieser Insel, so wenig kompliziert wie ein Stein, der auf den Boden faellt. (Diese schoene Metapher hab ich aus einem Buch geklaut.)

So wenig kompliziert, bzw vielschichtig, sind allerdings auch viele von den Leuten, die hier wochen- und monatelang bleiben. Sie fragen sich wahrscheinlich nicht taeglich nach dem Sinn ihres Lebens.. hm. Aber man kann viel Spass mit ihnen haben, und es ist auch immer jemand dabei, von dem man irgend was lernen kann.

Ab und zu passieren Sachen wie neulich, als ich dem kleinen Australier gesagt hab, wie alt ich bin. Und er daraufhin seine Augen aufgerissen hat und erschrocken gesagt hat, "I didn´t know that you were THAT OLD." Ja, Kleiner, wenn ich ein Kind gekriegt haette, als ich so alt war wie du, waere das Kind bereits halb so alt wie du jetzt bist. Aeh, vergesst es.

Gestern war ich auf einer Schnorcheltour. Nach dem Schnorcheln in Belize letztes Jahr war das allerdings richtig gehend langweilig: es waren nicht besonders viele Fische unterwegs, und das Wasser war graeulich und nicht gerade kristallklar. Vielleicht hat Victor Recht (der uebrigens seit 7 Jahren auf Reisen ist), und es sind noch die Nachwirkungen des Hurrikan. Jedenfalls, das Beste der Tour war eigentlich die Unterhose unseres mexikanischen Guides: der hat sich naemlich gedacht, zieh ich heut mal keine Badehose an. Lass ich heut mal meine hellgraue Unterhose an, die kleine rosane Bluemchen drauf hat, und wenn sie nass ist, praktisch durchsichtig ist. Da freuen sich die Touristen alle bestimmt ganz arg. Hat er sich wohl gedacht, und dazu ein T-Shirt angezogen, auf dem in grossen Lettern stand: I am available. Hei, warum wohl?

Abends hab ich die Simpsons auf Mexikanisch angeschaut, und danach gab es Live-Musik im Hostel, und danach bin ich in irgend einen Club gegangen mit 6 Norwegern, einem Israeli und zwei Kanadiern. Mir ist bei der Gelegenheit durch den Kopf gegangen: Seit ich die Insel betreten habe, waren die einzigen Schuhe, die ich benutzt habe, meine Badelatschen. Vielleicht bisschen komisch im Club. Naja, aber ziemlich lustig war es wieder. So hab ich mir meine letzten Tage in Mexiko vorgestellt.

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