Mittwoch, 5. April 2006

Puebla - Oaxaca

Tag 4
Bin also jetzt in Oaxaca. Sind stundenlang durch unbewohnte kaktus-bewachsene Berge gefahren und sind gegen Abend angekommen. Was ich bisher gesehen habe, ist es auch hier sehr schoen. Riesiger Zocalo, viele alte, schoene Haeuser, grosser Markt, und folgende lokale Spezialitaet hab ich auch schon gegessen:
Einen getrockneten Grashuepfer. BAAH.

Was gut an dieser "Gruppe" ist: das Einzige, das wir zusammen machen, ist Busfahren; danach trennen wir uns immer und machen eigenes Zeug. Andererseits: der einzige, wirklich einzige Vorteil dieser "Gruppe" ist die Gesellschaft: Mich in einen Bus setzen und nach dem Weg fragen kann ich naemlich selber auch. Aber egal, mit den Jungs und Maedels ist es ja ganz lustig.
Die "Alten" sind immer "fertig zur Bergexpedition" angezogen, und gehen auch zum Abendessen in die Stadt mit Khaki-Hosen, waessrigen Farbkombinationen, Hut, verschiedenen Rucksaecken und den obligatorischen Wandersandalen plus Socken ausgeruestet. Wieso ist das denn so? Dieser seltsame Safari-Style...
2 Ehepaare kommen uebrigens aus Neuseeland, eins aus Australien, und dann ist noch eine Single-Kanadierin dabei. Vor den Neuseelaendern hab ich fast Angst, die sehen naemlich mit ueber 60 so sehnig aus mit ihren Riesen-Backpacks, als ob sie jeden Dienstag und Donnerstag Marathone auf Vulkanen laufen wuerden.
Der "Tourleader" und ich koennen vielleicht doch noch Freunde werden. Komischerweise hab ich ja immer diese Angewohnheit, dass ich die Leute letztendlich dann doch immer mag, wenn ich sie besser kenne. Ich meine, er bleibt zwar ein nicht ganz ernstzunehmender Bloedmann, der hauptsaechlich von seinen Sauf-Geschichten in Peru und Thailand erzaehlt. Und bei dem ich immer dieses Interview-Gefuehl habe: Ich frage, er antwortet-antwortet-antwortet, stellt aber selber nie Fragen.. naja, aber wahrscheinlich ist er schon ganz ok. Zumindest als Abendunterhaltung.
Bezueglich der Japanerin treffen mal wieder ein paar Klischees zu: Sie ist ganz nett und hoeflich, ausserordentlich zurueckhaltend, sie spricht quasi nie, wenn sie nicht angesprochen wurde. Kann tatsaechlich kein "r" aussprechen (und sagt immer "that¨s cööööööa"), und hat diese unglaubliche Begeisterungsfaehigkeit (viele HAH-WHOOOOOA!-Ausrufe).

Ach, gerade hab ich irgendwie nix zu erzaehlen. Ich bin es leid, staendig an einem anderen Ort sein zu wollen als dort, wo ich gerade bin. Vielleicht ist es deshalb Zeit fuer mich, sesshaft zu werden.

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